„Ich wusste gar nicht, dass es das noch gibt…“, “..das machen doch nur so Old-Economy-Firmen und so…“ sind gelegentlich die Reaktionen von Menschen, die genauer auf die ‚Querwerk KG‘ schauen. Wir können soviel verraten: Es ist PURE ABSICHT und wir haben uns sogar ETWAS DABEI GEDACHT! 😉
Da ist zunächst einmal der mehrdimensionale Aspekt der altertümlichen Anmutung. Aber passt es nicht wunderbar zum „Werk“? Und während „quer“ so schön liberal und fortschrittlich anmutet, und durch einen ganz anderen soziologischen und politischen Diskurs jetzt modern und sozusagen quer in aller Munde ist, setzen wir mit dem „Werk“ einen Begriff der alten Zeiten dran. Wie fügt sich dann die KG so schön an! Und natürlich sollen Bilder hochkommen von Fabriken, Werken, Produktionshallen – groß, komplex und mächtig, so wie das große Werk, an das wir uns machen, um das Thema Quereinstieg voranzutreiben.
Die KG ist uralt. Erstmals 1072 in Venedig aufgetaucht (lat: commendare = anvertrauen), um der Zusammenarbeit von Kaufleuten und Kapitänen eine Plattform zu geben. 1637 wurde sie als „societé en commandité“ in Frankreich rechtswirksam. In Deutschland seit 1861 erstmals im Allgemeinen Deutschen Handelsgesetzbuch präsent, woraus später unser HGB wurde.
Überraschenderweise ist sie unglaublich flexibel. Über den Weg des „Genussscheins“ (noch ein schönes altes Wort) können weitere Menschen in fast frei zu definierenden Konditionen am Unternehmen, an seinem Erfolg, mit oder ohne aktive Zusammenarbeit, beteiligt und eingebunden werden. Ist das nicht schön? Eine unglaubliche Flexibilität und Offenheit ohne die Mächtigkeit, Kosten und Risiken einer Aktiengesellschaft und ohne die Starrheit der GmbH, auch wenn sie aus Haftungsgründen Sicherheit bieten mag. Und somit verkörpert die KG genau das, was wir wollen: offen sein, wachsen, Menschen einbinden, ihre Talente und Ressourcen einfließen lassen und honorieren – wie auch immer wir das gemeinsam wollen. Welch ein modernes Instrument vor 1000 Jahren schon entstanden ist!
Mit Querwerk wollen wir neue Wege gehen, neue Welten betreten – wie schön, dass das Alte dabei hilft, das Neue zu gestalten